Nicht auf unserer Wache - Aktiv gegen Krebs!

Köln, Oktober 2017

Internationalen Studien zur Folge besteht bei Feuerwehrleuten ein deutlich höheres Risiko an Krebs zu erkranken als der Durchschnitt der Bevölkerung. Aufgrund nicht klar nachweisbarem Zusammenhang zwischen einer Krebserkrankung und den verschiedenen Brandfällen wird der Krebs in vielen Ländern jedoch noch nicht als Berufskrankheit anerkannt. Dabei werden gerade beim Brand unterschiedlichster Strukturen krebserregende Stoffe freigesetzt, die durch den Kontakt mit Personen und Ausrüstung zu einer Erkrankung führen können.

Im Brandeinsatz schützen Feuerwehrleute mit Hilfe von Atemschutzmasken und Schutzbekleidung Ihre Atemwege sowie die Haut vor Verbrennungen. Es wurde jedoch nachgewiesen, dass nicht nur die Atemwege das Eindringen der Substanzen in den Körper ermöglichen können. Durch die enorme Hitzeeinwirkung wird die Haut um bis zu 400% aufnahmefähiger und Erreger können so auch über geöffnete Poren in den Körper gelangen.

Erweiterter Schutz durch die Persönliche Schutzausrüstung
Um der oben genannten Problematik vorzubeugen, arbeitet die LHD Group Deutschland GmbH, über Ihre Marke LION für Feuerwehrschutzausrüstung, derzeit an unterschiedlichen Bekleidungslösungen, die einen Einsatz noch sicherer machen sollen. So möchte man anhand von zusätzlichen Verschlusslösungen an Einsatz-Jacke und -Hose die Kontamination der Haut verhindern. Hierbei wird durch den Einsatz von mehrlagigen Saugsperren und Futterlaminaten an potentiell gefährdeten Stellen an der Ausrüstung ein Eindringen von Rauchgasen unter die Kleidung verhindert. In Zusammenarbeit mit LION Group Inc. aus Dayton, Ohio ist dabei schon eine erste Innovation für Überjacken entstanden, die nun weltweit vorgestellt wird. Diese wurde zudem bereits patentiert.
Des Weiteren sollen neue Flammschutzhauben mit Membranausstattung jeglichen Übergang zwischen Jackenkragen und der Helm-Maskenkombination schützen und die Berührung der gefährlichen Substanzen mit der Haut verhindern.
Interessierte können sich die ersten Lösungsansätze auf der diesjährigen A+A Ausstellung, am Stand der LHD Group Deutschland GmbH (Halle 11, Stand C52) genauer ansehen. Die Problematik der Krebserkrankung bei Feuerwehrleuten ist auch weiterhin im Hinterkopf bei der Produktion von LION Schutzbekleidung und bereits in einzelnen Produktentwicklungen mit eingeflossen.

Mit dem Feuer spielen
Wer sich seine Schutzbekleidung überzieht, ist bereit, die Gefahr zu bekämpfen. Wer seine kontaminierte Bekleidung jedoch mit nach Hause nimmt, bringt auch die Gefahr in die eigenen vier Wände. Eine rechtzeitige Dekontamination nach dem Einsatz kann somit verhindern, dass sich krebserregende Substanzen auf der Wache oder in seinem Zuhause verbreiten und somit auch andere gefährden.

Kontaminationsverschleppung wird zu oft nicht wahrgenommen. Abgesehen davon, dass darauf geachtet werden muss, dass der kontaminierte Anzug nach dem Einsatz so gering wie möglich mit der Haut in Kontakt treten muss, ist auch auf einen regelmäßigen und korrekten Waschvorgang zu achten. Haushaltswaschmaschinen sind hierbei nicht für die Reinigung mehrlagiger Schutzbekleidung geeignet. Die richtige Wasch- und Imprägnier-Technik ist entscheidend für eine vollständige Dekontamination und Inspektion, welche ausschließlich von Personal mit ausreichender Fachkenntnis durchgeführt werden sollte.
Der LION TotalCare® Service bietet Feuerwehren die Möglichkeit, diese Verantwortung an zertifizierte Fachkräfte abzugeben. Bereits seit 1989 wird der Service in mittlerweile über 10 TotalCare®-Zentren weltweit angeboten. Dabei wird nicht nur sichergestellt, dass alle krebserregende Substanzen an der Bekleidung vernichtet werden, sondern auch die Ausstattung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren gewährleistet ist. So wird zum Beispiel ein Notfallpool eingerichtet, um den Einsatzkräften ausreichend Reservebekleidung zur Verfügung zu stellen.

„Wir haben schon vor vielen Jahren die Problematik erkannt und uns wurde klar, dass wir hier eine Systemlösung brauchen.“ So Daniel von Chamier, COO der LHD Group Deutschland GmbH. „Es ist wichtig, die kontaminierte Bekleidung sofort durch saubere Bekleidung tauschen zu können, damit Feuerwehren immer ausreichend ausgestattet sind.“ Ein Beispiel eines gut Funktionierenden LION TotalCare® Zentrums befindet sich z.B. in Hong Kong oder in Dietzenbach. Durch die Vertragsverlängerungen mit den ansässigen Feuerwehren wird ersichtlich, dass der Service sie nachweislich bei ihrer Arbeit unterstützt, die Menschen in ihrer Region zu schützen.
Auch beim Aufbau eines weiteren TotalCare®-Zentrums wird insbesondere auch wieder sehr stark auf eine gründliche Trennung von kontaminierter und sauberer Bekleidung geachtet, um von vorne herein Krebserregern keine Chance für eine Verbreitung zu ermöglichen.

Nicht auf unserer Wache
„Wir alle können dafür sorgen, dass die potentielle Gefahr von Krebserkrankungen bei Feuerwehrleuten minimiert wird. Dies beginnt bei der Produktion der richtigen Schutzbekleidung, über das Verhalten der einzelnen Person während und nach dem Einsatz sowie die Sicherstellung des richtigen Umgangs mit kontaminierter Bekleidung durch die Feuerwehren selber und natürlich durch geschulte Fachkräfte. Wenn alle sich an richtige Verhaltensweisen halten, kann man gemeinsam einen Schritt in Richtung eines gesünderen Lebens gehen.“ so Sarah Mokus, Manager PR & Marketing. Mit der aktuellen Kampagne „Nicht auf unserer Wache“ möchte die LHD Group Deutschland GmbH zusammen mit LION Group Inc. weltweit auf die unsichtbaren Gefahren bei Brandeinsätzen aufmerksam machen und durch Tipps zum richtigen Verhalten sowie erste Bekleidungslösungen das Risiko der Krebserkrankungen minimieren.
Weitere Infos auf: www.nichtaufunsererwache.de


Werfen Sie hier einen Blick auf die offizielle Pressemitteilung:

Oktober 2017 - Aktiv gegen Krebs.pdf

Kampagne zur Vorbeugung von Krebserkrankungen bei Feuerwehrleuten
Kampagne zur Vorbeugung von Krebserkrankungen bei Feuerwehrleuten
LION TotalCare(R) sorgt für Sauberkeit und Langlebigkeit.
LION TotalCare® sorgt für Sauberkeit und Langlebigkeit.